Home | Impressum | Sitemap | KIT

FAQ

Forschungsdaten

 

Was sind Forschungsdaten?

Es gibt derzeit keine feste Definition, die sämtliche Aspekte der Forschungsdaten fachübergreifend umfassen würde. Im Allgemeinen versteht man unter Forschungsdaten aber die Daten, die im Laufe der wissenschaftlichen Tätigkeit entstehen und als Grundlage für Forschungsergebnisse dienen. Aus diesem Grund nennt man diese oft auch "Rohdaten" oder "Primärdaten". Dazu gehören beispielsweise Messreihen, Zeichnungen oder auch Notizen. Wir zitieren die Definition der DFG "Unter Forschungsdaten sind …digitale und elektronisch speicherbare, Daten zu verstehen, die im Zuge eines wissenschaftlichen Vorhabens z.B. durch Quellenforschungen, Experimente, Messungen, Erhebungen oder Befragungen entstehen.“ und der European Commission: .“...defining research data as potentially all data, and others limiting it to data that is the product of research and/or data that is used for research.

Welche Vorteile bringen mir eine langfristige Aufbewahrung und das Veröffentlichen von Forschungsdaten?

  • Zitierbarkeit und Sicherbarkeit Ihrer Daten und damit wissenschaftliche Reputation für deren Erhebung
  • Gesteigerte Sichtbarkeit Ihrer Publikationen: Veröffentlichungen bei denen zugehörige Forschungsdaten veröffentlicht wurden, werden häufiger zitiert. Vgl. Piwowar, Day & Fridsma (2007) und Piwowar & Vision (2013)
  • Transparenz und Nachprüfbarkeit Ihrer Forschungsergebnisse
  • Möglichkeit der Nachnutzung Ihrer Daten in neuen Kontexten, für andere Fragestellungen, in Kombination mit weiteren Daten und in interdisziplinären Zusammenhängen
  • Vermeidung von Doppelarbeit bei der Erhebung durch die Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten durch Dritte
  • Erfüllung der Anforderungen hinsichtlich der Zugänglichmachung des Datenmaterials von Fördereinrichtungen wie DFG und EU sowie einer Reihe von Fachzeitschriften, z.B. Scientific Reports von Nature

Wer ist am KIT für das Management von Forschungsdaten zuständig?

Die Verantwortung für Forschungsdaten liegt in erster Linie bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in deren Instituten. Sie gründet auf den Regeln zur Guten Wissenschaftlichen Praxis. Die KIT-Bibliothek und das SCC beraten und begleiten Forschungsprojekte in enger Abstimmung mit der Abteilung Forschungsförderung in jeder Stufe des Managements von Forschungsdaten.

Wo kann ich meine Forschungsdaten archivieren?

Um Forschungsdaten öffentlich zugänglich zu machen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  1. Wissenschaftler suchen ein bestehendes Repositorium aus, das innerhalb ihres Fachbereiches schon aufgebaut wurde und entsprechende Persistent Identifier (PID) verwendet. Bereits existierende Repositorien lassen sich in re3data ermitteln.
  2. Wissenschaftler speichern Ihre Daten einem fachübergreifenden Repositorium, z.B. Zenodo ab.
  3. Wissenschaftler bauen ein eigenes Repositorium auf, für eigene Daten, Forschungsdaten ihrer Gruppe oder ihres Instituts. Dieses Repositorium und ihre Forschungsdaten registrieren sie bei der deutschen DOI-Agentur (DataCite) an der TIB Hannover.

Wir beraten Sie gerne, wenn Sie nicht sicher sind, welche Angebote es in Ihrem Fachgebiet gibt und welcher Weg für Sie der sinnvollste ist.

Was beinhaltet ein Datenmanagementplan?

Ein Datenmanagementplan ist ein Dokument, welches Aspekte des Datenmanagements bereits zu Beginn der Forschungsarbeit, also in er Antragsphase, formal definiert. Mit einem Datenmanagementplan können Sie systematisch beschreiben, wie Sie mit Ihren Forschungsdaten umgehen werden, wie Sie sich die Speicherung, Verzeichnung, Pflege und Verarbeitung Ihrer Daten vorstellen.

Müssen alle Daten offen gelegt werden?

Viele Forscher haben Vorbehalte bezüglich des Teilens von Daten. Dies liegt unter anderem auch daran, dass „Data Sharing” oft damit assoziiert wird, dass die Daten gleich vollständig veröffentlicht werden und für jedermann zugänglich sind. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Stufen von Datenweitergabe. Hier ist es hilfreich, eine fein abgestufte Daten-Policy zu entwickeln, in der festgelegt wird, welche Daten für welchen Nutzerkreis (eigenes Projektteam, andere Teilprojekte, Fachöffentlichkeit usw.) zu welchem Zeitpunkt zugänglich sind. Grundvoraussetzung für das Teilen von Daten ist die Zusicherung und Einhaltung des Datenschutzes. 

 

Langzeitarchivierung

Allgemeine Informationen zur digitalen Langzeitarchivierung finden Sie auf den Webseiten des Center of Digital Tradition am ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale.